Bachbrücke im Wäldchen mit lila Blütenbäumen
Fotografie

Die Welt ruft nach dir! – Landschaftsfotografie für Starter

Eine der beliebtesten Formen der Fotografie, ist die Landschaftsfotografie. In der gibt es alles, von dem klar erkennbaren Sonnenuntergang am Meer. Über die sich im Nebel versteckenden Bäume, bis hin zum Abstrakten in der Stadt oder Agrarlandschaft. 

Alles ist möglich von der unberührten Natur, hin zu der durch Menschen kreierten Realität. Mit deiner Kamera, kannst du dies alles Einfangen und mit dem Rest der Welt teilen.

das Motiv im Wandel der Zeit

Die Motive, die wir für unsere Bilder Auswählen, sie verändern sich, je nachdem wann ihr sie Fotografiert. Das gilt für die Jahreszeiten, aber auch die Uhrzeit, die du für dein Shooting wählst.

Fotografen wählen gern die frühen Morgen oder Abendstunden für ihr Motiv. In diesem Zeitraum befinden sich die so genannten goldene und blaue Stunde. In der die Lichtverhältnisse, jedem Motiv eine besondere Stimmung verleihen.

Als goldene Stunde, wird die Zeitspanne kurz nach dem Sonnenaufgang und kurz vor dem Sonnenuntergang bezeichnet. Dann wenn das Sonnenlicht einen rötlichen, weicheren ton annimmt und so die harten Strukturen des Tages verschwinden. 

Englische Landschaft im Sonnenuntergang
Quelle: Photo by Robert Lukeman on Unsplash

Die Blaue Stunde hingegen ist, der Zeitraum, kurz vor dem Sonnenaufgang und nach dem Sonnenuntergang. Dann wenn sich die Welt, in ein ehr blauen licht zeigt. Dann werden nicht nur die Temperaturen kühler, auch das licht wird kühler und klarer. Es fehlt die Weichzeichnung der Sonne.

Aber nicht nur die Uhrzeit, nimmt Einfluss auf dein Motiv und das Licht. Ganz besonders viel Einfluss, nehmen die Jahreszeiten. Gerade der Frühling und der Herbst, sind in der Landschaftsfotografie sehr Aussagekräftige Zeiten.

Im Frühjahr wenn die Natur wieder Erwacht, will das frische grün und das Gefühl des Erwachens, in Szene gesetzt werden.

Im Herbst sind es die Bunten Farben der Bäume, die jeden Fotografen reizen. Die Farbpracht, die ein Laubwald bietet, scheint unermesslich. Die Tage werden wieder kürzer, was es leichter macht, die goldene oder blaue Stunde zu nutzen. Gerade wenn das Licht dann rötlich weich färbt, entstehen ganz besondere Bilder.

Aber auch der Sommer und der Winter, bieten ihre Reize und wundervolle Motive.

das Equipment
Agrar Landschaft mit Reisfeldern
Quelle: Photo by Koes nadi on Unsplash

Es ist egal mit welcher „form“ der Landschaftsfotografie du dich befasst. Ob es klare erkennbare oder Abstrakte Motive sind, die viel spiel für Interpretation lassen. 

Für deine Bilder benötigst du Zeit und das richtige Equipment, das es dir erlaubt, das Maximum aus deinem Motiv raus zu holen.

# 1 ein Stativ: So stellst du sicher, das deine Bilder nicht verwackelt werden. Wenn du Langzeit Aufnahmen machen willst, um beispielsweise Wasser weicher erscheinen zu lassen. Kommst du an einem Stativ nicht vorbei.

# 2 Filter: Mit Hilfe von Filtern, kannst du bestimmte Licht Verhältnisse, noch intensivieren oder Abschwächen. So kannst du die Intensität des Lichts besser steuern und deinem Motiv das gewisse etwas verleihen.

# 3 Objektive: Für jede Kamera und Motiv gibt es das richtige Objektiv. Für Landschaftsaufnahmen sind Weitwinkelobjektive optimal. Da sie einen großen Bildausschnitt zulassen und viele Details abbilden. Ein sehr vielseitige Motivabbildung, bietet ein Weitwinkelzoomobjektiv im Bereich von 16 – 35 mm. Für die Objektivwahl ist die Kamera entscheidend. Da es nicht nur verschieden Marken, sondern auch verschiedenen Systeme gibt. Daher muss jeder genau schauen, welche Objektive, gibt es für meine Kamera.

# 4 das kleine extra: Der Bohnensack, wenn du in der Natur unterwegs bist. Stellst du manchmal fest, das ein Stativ für deinen Motiv nicht geeignet ist. Da kann dann ein Bohnensack halfen. So kannst du deine Kamera besser auf dem Boden Ausrichten oder sie auch Stabil in einer Astgabel auflegen.

Drohnenbild eines weißen Sandstrandes mit Felsenformation
Quelle: Photo by Emjeii Beattie on Unsplash

# 5 die Kameratasche: Bei der Tasche ist es wie bei den Objektiven, für jeden Typ und Anlass gibt es die Passende Tasche. Aber es gibt ein paar dinge, auf die ihr beim Kauf achten solltet. Groß ist gut, aber nicht immer Praktisch. Daher solltet ihr Taschen, für verschiedene Gelegenheiten haben. Bei einer Bergtour, sind 20kg Equipment einfach nicht realistisch. Wichtig ist auch, die Tasche sollte einen Regenschutz haben. Auch sollte die Handhabung einfach sein, also mit Wenigen griffen die Kamera zur Hand oder Verstaut sein.

# 6 Drohnen: Mit Hilfe einer Drohne, kannst du Aufnahmen machen. Die mit keiner Kamera der Welt möglich sind, das gilt nicht nur für den Blick von oben. So ist es beispielsweise, für eine Drohne möglich einen großen Wasserfall, direkt an der Kante zu Fotografieren. So wie jedes Technische Hilfsmittel, können Drohnen eine Unterstützung für dein Fotoprojekt sein. 

meine 10 Tipps für die Motivsuche

# 1 erkunde deinen Aufnahmeort: Du solltest das Gelände, um dein Motiv herum, so gut wie möglich erkunden. Das geht nicht nur Vorort. Erste Recherche, kannst du gut schon von zuhause am Rechner machen. Auch Netzwerke wie Instagram oder Pinterest können hier weiterhelfen. So kannst du sehen wie andere Fotografen dein Motiv in Szene gesetzt haben. Die erste Begehung eines Aufnahmeortes, mache ich immer ohne großes Equipment, ich schaue mir die Umgebung, des Motiv an und mache Maximal ein paar Schnappschüsse um dann zu planen, wie ich das Motiv für mich richtig in Szene setzen will.

Herbstwald in der Sonne
Quelle: Photo by Johannes Plenio on Unsplash

# 2 prüfe die Lichtverhältnisse im Voraus: Hier überlege ich mir, wann ist die beste Zeit für eine Aufnahmen. Wenn ich Aufnahmen in der goldene oder blaue Stunde machen will. Dann muss ich wissen, ob mein Motiv am Morgen oder am Abend am meisten von dem Licht Profitier. Manche Motive, sind am besten, wenn man sie bei Strahlendem Sonnenschein in der Mittagszeit macht. Oder sie Profitieren von einem bewölkten Himmel. Also auch hier benötigt es etwas Planung, damit man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.

# 3 Ohne Stativ oder Bohnensack geht nix. Ohne brauchen ich für Landschaftsbilder nicht aus dem Haus gehen!

# 4 Filter machen den Unterschied. Gerade für Langzeitaufnahmen, bieten Filter die Möglichkeit das Motiv, richtig in Szene zu setzen. Sie bieten mir aber auch einen kreativen Spielraum.

# 5 Bildkomposition: Die Komposition des Bildes ist alles, daher überlege ich mir immer, wo liegt der Fokuspunkt des Bildes. Und mit welchen Nebenelementen, kann ich diesen am besten ergänzen.

# 6 Belichtung: Das Spiel mit der Belichtungszeit und dem ISO Wert, beeinflusst dein Bild sehr stark. Daher bietet sie sehr viele Möglichkeiten, um so Dynamik von einzelnen Komponenten des Bildes zu erreichen.

# 7 prüfe die Aufnahme: Nachdem du dein Bild geschossen hast, solltest du gleich eine Prüfung, deiner Aufnahme vornehmen. Um Sicherzustellen, das dein Bild auch so ist, wie du es dir Wünscht ggf. hast du noch die Chance für einen weiteren Versuch.

Budapest im Herbst
Quelle: Photo by Keszthelyi Timi on Unsplash

# 8 Geduld: Das Entscheidenen Element, in der Landschaftsfotografie ist Geduld. Wenn du mit den Bedingungen am Shooting Tag nicht zufrieden bist. Dann lass es sein und komm an einem anderen Tag wieder, man kann es nicht erzwingen.

# 9 weniger ist mehr: Versuch nicht alles auf eine Aufnahme zu bekommen, konzentriere dich auf ein oder zwei Element. So überlädst du dein Motiv nicht. Auch Panorama Aufnahmen bieten dir mehr Spielraum.

# 10 Menschenmassen: Wenn dein Motiv ein beliebtes Ausflugsziel ist, dann arbeite Antizyklisch. Beobachte wann möglichst wenig Menschen vor Ort sind. Und lege deine Shooting Zeit, dann genau in das Zeitfenster. Überlege dir, was zu dieser Tageszeit das besondere an deinem Motiv ist. So bekommst du bessere Bilder, als wenn ständig jemand ins Motiv rennt.

die Etikette beim Fotografieren

Als Fotograf hast du viele Möglichkeiten, Momente und Szenen, zu inszenieren um dein Perfektes Motiv zu erschaffen. Dabei gibt es aber auch Regel ausserhalb deines Motivs, die du beachten solltest, um Ärger zu vermeiden. 

# 1 Achte die Privatsphäre und das Privateigentum anderer. Du solltest und kannst nicht jeden und alles Ablichten, nur weil dir das Motiv gefällt!

# 2 Keinen Müll hinterlassen! Was ihr zu eurem Shooting mitgebracht habt, das nehmt auch wieder mit Nachhause. Es ist einfach, packt immer einen kleinen Müllbeutel mit in die Tasche. Dann können auch Getränkeverpackungen bzw. Benutze Tempos, ohne schaden anzurichten wieder mitgenommen werden!

noch eines zum Schluss
Nebelige Landschaft
Quelle: Photo by Amund Røed on Unsplash

Die Landschaftsfotografie bietet, wohlmöglich die größte Vielfalt aller Fotografischen Richtungen. Sie ist aber auch mit sehr viel Geduld verbunden. Bei einem Porträt, kann man der Person sagen, wie sie sich Anzuziehen oder zu schauen hat.

Der Natur kann man das nicht. Es bedarf also ggf. einiger Versuche, bis ihr euer Motiv so abgelichtet habt. Wie ihr euch das Wünscht. Aber ich bin mir sicher, das sich der Aufwand lohnen wird und ihr mit großartigen Bildern und Erinnerungen belohnt werdet!

carpe diem

Chris

>> Beitragsbild: Photo by Cosmic Timetraveler on Unsplash

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